{Rezension} Bianca Peiler - Graue Magie



Genre: Fantasy, Magie, Hexen
Preis: 6,49€
 
 
Taschenbuch: 184 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (3. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 150847799X
ISBN-13: 978-1508477990



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Reihe
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Einzelband

 
Kurzbeschreibung:
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Michael Wiegald hat sich verliebt. Zum ersten Mal in seinem Leben ist der zweiundzwanzigjährige Literaturnerd hin und weg. Seit er seine Angebetete in der Stadtbibliothek Saarbrücken gesehen hat, kann er nur noch an sie denken und sehnt den Augenblick herbei, an dem er sie wiedersieht. Da gibt es nur ein unbedeutendes Problem: Michael Wiegald hat vor zweiundfünfzig Jahren genau dort in der Bibliothek auf tragische Weise sein Leben ausgehaucht – und geistert seitdem im wahrsten Sinne des Wortes zwischen den Bücherregalen umher, ohne den Ort, an dem er den Tod gefunden hat, verlassen oder sich irgendwie bemerkbar machen zu können. Als sich dann auch noch die junge Ausreißerin Nadine in der Bibliothek einschließen lässt, um ihrem lieblosen Vater zu entfliehen, ist das Chaos perfekt. Denn Nadine ist eine Hexe – und sieht wortwörtlich Gespenster. Und sie hat einige ziemlich abgefahrene Ideen, wie man Michaels Angebetete für immer an ihn binden könnte … Ein traurig-schauriger Roman über Freundschaft und die wahre Liebe mit jeder Menge saarländischem Lokalkolorit!


Bianca Peilers "Graue Magie - ein ziemlich geist-reicher Roman", ist mal eine etwas andere Lektüre für Hexen und Magie-Fans. Denn hinter diesem, mit 180 Seiten, recht kurzem Roman, verbirgt sich so wahnsinnig viel. Bianca Peiler versteckt hinter ihrem Hexen-Magie-Geist-Thema noch ein ganz anderes Thema, das gerade in unserer Zeit, heute, so wichtig und so gravierend werden könnte. Es geht um die Themen "lesen" und "Bücher". Die Handlung von "Graue Magie" spielt überwiegend in der Stadtbibliothek von Saarbrücken und dort spühren die Mitarbeiter und Buchliebhaber immer mehr, wie das Ausleihen von Büchern immer weniger wird. Natürlich ist lesen heutzutage nicht unbedingt mehr das beliebtes Hobby unter den Jugendlichen, und besonders mir als Buchliebhaber bricht es immer wieder das Herzchen, wenn Buchläden oder Bibliotheken schließen müssen, weil der Andrang fehlt. Noch hinzu kommt, dass durch die Verbreitung von Ebooks, die man überall erhalten kann und für die man nicht in eine Bibliothek oder Buchhandlung gehen muss, immer mehr Menschen vom Kauf eines gebräuchlichen, gebundenen Buches absehen. Wie ihr seht, das Thema ist so wahnsinnig vielschichtig, wichtig und für mich persönlich auch irgendwie beängstigend und traurig.

Nun aber weg vom "versteckten" Thema das Buches, hin zu der Hauptstory über den liebenswerten männlichen Protagonisten Michael Wiegald. Dieser 22-jährige Literaturliebhaber lebt seit genau 52 Jahren in der Stadtbibliothek Saarbrücken, da er dort auf tragische Weise sein Leben gelassen hat. Michael ist unfassbar herzerwärmend amüsant. Bianca Peiler hat mit ihm einen wundervollen, charismatischen, unverwechselbaren Charakter geschaffen, der mit seiner Art und Weise des Handelns und des Sprechens, den perfekt verschrobenen, altertümlichen, in seine Zeit passenden jungen Mann verkörpert. Michael lebt nun ein halbes Jahrhundert in dieser Bibliothek, ich mein klar gibt es Schlimmeres für einen Buchliebhaber, als Tag ein Tag aus in einer Bibliothek von seinen liebsten Werken umgeben zu sein. Dennoch vermisst Michael etwas, denn sein Leben zwischen den Buchregal ist ziemlich einsam. Da kommt Nadine ins Spiel, eine junge Hexe, die die Fähigkeit besitzt Geister zu sehen und ebenfalls Literaturvernarrt ist. Die beiden sind ein herzallerliebstes Protagonisten-Duo, die eine großartige Freundschaft verkörpern und dazu einladen an ihrem turbolenten Abenteuer, voller Magie, teil zu haben.
 
Das Bianca Peiler es eher realistisch mag und nicht auf Happy End-Schnickschnack und Kitsch steht, habe ich bereits in ihrer postapokalyptischen Kurzgeschichten-Sammlung "Survivors", auf die mehr oder weniger harte Tour, fest stellen dürfen. Dementsprechend habe ich in "Graue Magie" gar nicht mit einem kitschigen, typischen Happy End gerechnet. Gut so, denn das Ende von diesem kleinen aber feinen Roman ist so viel mehr. Ehrlich gesagt musste ich dieses auch zu erst einmal sacken lassen, denn leichte Kost vermittelt dieses Ende, im Hinblick auf die komplette Handlung und auch auf die Realität, nicht. Dennoch kann ich Bianca Peilers Ausgang nur gut heißen und unstreichen, denn alles andere wäre wohl unlogisch und absolut unglaubwürdig geworden.

Eine wundervoll, ergreifende, magische Geschichte über Freundschaft und Hoffnung.
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  Cover         5|5 Pandas    
Story            4|5 Pandas 
Schreibstil     4|5 Pandas  
Emotionen     4|5 Pandas 
Charaktere    4|5 Pandas

 
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